MOBA-Esport-Wetten erklärt (Draft-Mechaniken in League of Legends & Dota 2)

Aktualisiert am: 2026-07-29 · Redaktion von Gamblerfy · Read in English

Wetten auf League of Legends oder Dota 2 sehen an der Oberfläche aus wie CS2-Wetten – Matchsieger, Handicap, Totals – doch das Spiel selbst wird auf völlig andere Weise entschieden. Ein enormer Teil des Ausgangs steht fest, bevor eine einzige Sekunde gespielt wurde: im Draft. Diese Phase zu verstehen ist der größte Vorteil, wenn man diese Titel gut bewetten will.

Der Draft: Hier wird ein großer Teil des Matches entschieden

Bevor eine League-of-Legends-Partie startet, bannt jedes Team 5 Champions aus dem gegnerischen Pool und wählt in abwechselnder Reihenfolge 5 eigene: Die Seite, die zuerst pickt (Blue Side), gibt frühe Information preis, dafür bekommt die Seite, die zuletzt pickt (Red Side), den letzten Counter-Pick des Drafts. Ein Team, das eine wirklich stärkere Komposition draftet oder dem Gegner über Bans dessen beste Champions nimmt, startet mit einem echten strukturellen Vorteil ins Spiel – genau deshalb bewegen sich die Quoten spürbar, sobald der Draft abgeschlossen ist, obwohl noch kein einziger Treffer gefallen ist. Der Draft in Dota 2 funktioniert nach demselben Prinzip mit eigenem Heldenpool, eigener Pick-Reihenfolge und eigener Ban-Struktur.

Fearless Draft: Warum sich Serienwetten verändert haben

Im höchsten League-of-Legends-Wettbewerb entfernt der Fearless Draft jeden Champion, der bereits in einer früheren Partie derselben Best-of-Serie gepickt wurde, für beide Teams aus dem Pool der nächsten Partie. Damit kann ein Team seinen stärksten Champion nicht einfach in jeder Partie der Serie wiederverwenden – Drafttiefe und Breite des Championpools über mehrere Partien hinweg werden bei Wetten auf die gesamte Serie zu einem echten Können- und Strategiefaktor, nicht nur bei einzelnen Map-Handicaps. Ein Team mit schmalem, eindimensionalem Championpool ist über eine Fearless-Draft-Serie hinweg deutlich anfälliger als ein Team mit breiter Flexibilität.

Matchformat: meist Best-of-1, in den Playoffs wird aufgestockt

Reguläre Saisonspiele in League of Legends und Dota 2 werden üblicherweise im Best-of-1 gespielt, anders als das typische Best-of-3 in CS2 – wodurch die aus CS2-Wetten bekannte Map-Handicap-Struktur wegfällt (es gibt kein Gegenstück zur festen +/-1,5-Linie, weil in der Regel nur eine Partie zum Bewetten existiert). Playoffs und Finals steigen meist auf Best-of-3 oder Best-of-5 auf, und dann werden Wetten auf Serienebene (Handicap, Total Maps/Spiele) wieder relevant, ähnlich wie bei CS2.

Was Live-Quoten im laufenden Spiel wirklich bewegt

Sobald der Draft steht und die Partie läuft, bewegen sich Live-Quoten anhand von Makro-Indikatoren – Golddifferenz zwischen den Teams, Objective-Kontrolle (Türme, Drachen/Roshan je nach Spiel) und Tempowechsel nach einem großen Teamfight – und nicht wegen eines einzelnen Kills. Ein Team kann die frühe Lane-Phase verlieren und live trotzdem Favorit bleiben, wenn sein Draft auf ein stärkeres Lategame ausgelegt war; Live-Quoten im MOBA gut zu lesen heißt, die Ressourcen- und Objective-Lücke zu verfolgen, nicht bloß den Kill-Score auf dem Scoreboard.

Wetten soll Unterhaltung sein, niemals ein Weg, Geld zu verdienen. Setze dir Limits und hole dir hier Hilfe.

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