Glossar der Sportwetten-Begriffe (A-Z)
Aktualisiert am: 2026-07-30 · Redaktion von Gamblerfy · Read in English
Alle Wettanbieter benutzen dasselbe Grundvokabular, doch auf dem Wettschein selbst wird kaum ein Begriff erklärt. Dieses Glossar deckt die Begriffe ab, die dir tatsächlich begegnen — Wettarten, Quotenkonzepte, Einsatzbegriffe sowie Konto- und Bonusjargon — jeweils mit einer kurzen, verständlichen Definition und einem Link zum ausführlichen Ratgeber, wenn das Thema tief genug dafür ist.
A-F
Accumulator/Parlay (Kombiwette) — eine einzelne Wette aus mehreren Tipps, die alle gewinnen müssen; siehe Kombiwetten erklärt. Arbitrage — alle Ausgänge bei verschiedenen Anbietern spielen, um unabhängig vom Ergebnis Gewinn zu sichern; siehe Arbitrage-Wetten erklärt. Asian Handicap (asiatisches Handicap) — ein Handicap-Format mit Viertel- und Halbtorlinien, das das Unentschieden ausschließt; siehe asiatisches Handicap erklärt. Bankroll — der Gesamtbetrag, der ausschließlich fürs Wetten zurückgelegt ist, getrennt vom Alltagsgeld; siehe Bankroll-Management erklärt. Buying Points (Punkte kaufen) — zusätzliche Vig zahlen, um Handicap oder Total um einen halben Punkt zu deinen Gunsten zu verschieben; siehe Punkte kaufen erklärt. Cash Out — eine Wette vor Ende des Ereignisses zu einem vom Anbieter live berechneten Wert abrechnen; siehe Cash Out erklärt. Closing Line Value (CLV) — wie sich deine Quote zur Endquote kurz vor Anpfiff verhält, gilt als langfristiger Indikator für Wettkönnen; siehe Closing Line Value erklärt. Cover — wenn eine Handicap-Wette gewinnt, der Favorit also höher gewinnt als das Handicap oder der Außenseiter knapper verliert (oder direkt gewinnt). Even Money — eine Wette, die genau 1:1 zahlt, in amerikanischen Quoten als +100 dargestellt. Favorite (Favorit) — die Seite, deren Sieg der Wettanbieter erwartet, in amerikanischen Quoten mit Minuszeichen gekennzeichnet.
G-M
Handicap — ein Punkte- oder Torvorsprung bzw. -rückstand für eine Seite, um ein ungleiches Spiel auszugleichen; siehe Handicap-Wetten erklärt. Hedge (Absicherung) — eine Wette auf den Gegenausgang einer früheren Wette, um Gewinn zu sichern oder Verlust zu begrenzen; siehe Wetten absichern erklärt. Hold — der Anteil des insgesamt gesetzten Geldes, den ein Wettanbieter tatsächlich als Gewinn behält — nicht zu verwechseln mit der Vig in einer einzelnen Linie. Implied Probability (implizite Wahrscheinlichkeit) — die Gewinnchance, die eine Quote ausdrückt, direkt aus dem Quotenformat berechnet; siehe Quotenformate erklärt. Juice — anderer Name für die Vig, den eingebauten Abzug des Wettanbieters. Kelly-Kriterium — eine Einsatzformel, die jede Wette je nach erwartetem Vorteil als Prozentsatz der Bankroll bemisst; siehe Kelly-Kriterium erklärt. Limit — der Höchstbetrag, den ein Wettanbieter auf eine bestimmte Wette zulässt, oft gesenkt bei dauerhaft erfolgreichen Wettenden. Line Shopping (Quotenvergleich) — denselben Tipp vor der Platzierung bei mehreren Wettanbietern preislich vergleichen; siehe Line Shopping erklärt. Line Movement (Quotenbewegung) — wie sich eine Linie zwischen Eröffnung und Anpfiff verändert, meist getrieben von Wettgeld und Verletzungsnews; siehe warum sich Wettquoten bewegen. Moneyline (Siegwette) — eine Wette allein darauf, wer gewinnt, ohne Handicap; siehe Moneyline, Handicap und Totals erklärt.
N-R
No Action — eine annullierte Wette mit Rückerstattung des Einsatzes, typischerweise wegen Spielverlegung oder weil der betroffene Spieler eines Props nicht antritt. Off the Board — ein Spiel oder Markt, den ein Wettanbieter vorübergehend aus dem Programm nimmt, oft wegen noch unbestätigter Verletzungsmeldungen. Parlay — siehe Accumulator oben. Point Spread — siehe Handicap oben. Prop Bet (Ereigniswette) — eine Wette auf ein bestimmtes Ereignis im Spiel statt auf das Endergebnis, etwa die Punkte eines Spielers; siehe Spieler-Props erklärt. Public Money — die Seite, auf die die Mehrheit der Freizeitwettenden setzt, im Vergleich zum Sharp Money als Signal für Quotenbewegungen beobachtet; siehe Sharp Money vs. Public Betting erklärt. Push — ein Gleichstand gegen Handicap oder Total, bei dem der Einsatz zurückgezahlt wird statt Gewinn oder Verlust. Reduced Juice (reduzierte Vig) — ein Anbieter, der Standardwetten mit geringerer Vig als den branchenüblichen -110 anbietet, etwa -105; siehe Anbieter mit reduzierter Vig erklärt. Round Robin — eine Tippliste, die automatisch in alle daraus möglichen kleineren Kombiwetten zerlegt wird; siehe Round-Robin-Wetten erklärt.
S-Z
Sharp — ein Wettender, dessen Einsätze Anbieter als informiert einstufen, da Sharp Money oft echte Quotenbewegungen auslöst. Spread — siehe Handicap oben. Steam — eine plötzliche, gleichgerichtete Linienbewegung bei mehreren Anbietern zugleich, meist nach Sharp-Einsätzen bei einem marktbestimmenden Buchmacher. Systemwette — eine Wette, die Tipps in mehrere kleinere Kombinationen aufteilt, etwa Trixie oder Yankee, damit ein Fehltipp nicht den ganzen Schein wertlos macht; siehe Systemwetten erklärt. Teaser — eine Mehrfachwette, bei der Handicap oder Total auf jedem Tipp zugunsten des Wettenden verschoben wird, im Tausch gegen einen kleineren Gewinn; siehe Teaser- und Pleaser-Wetten erklärt. Total (Über/Unter) — eine Wette darauf, ob die Gesamtpunktzahl beider Seiten über oder unter einer festgelegten Zahl liegt; siehe Moneyline, Handicap und Totals erklärt. Underdog (Außenseiter) — die Seite, deren Niederlage der Anbieter erwartet, in amerikanischen Quoten mit Pluszeichen gekennzeichnet. Unit (Einheit) — eine feste, selbst definierte Einsatzgröße (üblich 1-5 % der Bankroll), um Ergebnisse unabhängig vom Eurobetrag einheitlich zu verfolgen. Vig (Vigorish) — die eingebaute Marge, die ein Wettanbieter auf eine Wette erhebt, in die Quote eingerechnet statt als separate Gebühr ausgewiesen; siehe Buchmachermarge und Vig erklärt.
FAQ
- Was ist der Unterschied zwischen Spread und Handicap? Es ist dasselbe Konzept unter zwei Namen. "Spread" ist der Begriff aus den nordamerikanischen Sportwetten, "Handicap" der in Europa und international übliche Begriff, etwa beim Fußball.
- Was bedeutet "Vig" beim Wettanbieter? Vig, kurz für Vigorish (auch Juice genannt), ist die eingebaute Marge, die ein Wettanbieter auf eine Wette erhebt. Sie steckt in der Quote statt als separate Gebühr ausgewiesen zu sein — eine Standardlinie von -110 auf beiden Seiten eines Handicaps enthält Vig zusätzlich zur echten 50/50-Wahrscheinlichkeit.
- Was ist Closing Line Value (CLV), und warum verfolgen Sharps sie? CLV vergleicht die Quote, zu der du tatsächlich gewettet hast, mit der Schlussquote unmittelbar vor Beginn des Ereignisses. Die Schlusslinie dauerhaft zu schlagen ist einer der stärksten Langfristindikatoren für Wettkönnen, denn sie spiegelt den schärfsten, bestinformierten Preis wider, den der Markt hervorbringt.
