Pai Gow Poker erklärt (Blatt aufteilen, die Copy-Regel und warum die Bank wichtig ist)

Aktualisiert am: 2026-07-30 · Redaktion von Gamblerfy · Read in English

Pai Gow Poker wird mit einem normalen 52-Karten-Deck plus einem Joker gespielt und verlangt von jedem Spieler etwas, das kein anderes Casino-Pokerspiel fordert: sieben ausgeteilte Karten in zwei getrennte Blätter aufzuteilen und den Dealer mit beiden gleichzeitig zu schlagen. In genau dieser Aufteilung steckt das ganze Spiel — eine falsche Aufteilung macht aus einem Gewinnblatt eine Niederlage oder ein Unentschieden.

Wie ein Blatt aufgeteilt wird und worauf Sie eigentlich hinarbeiten

Jeder Spieler erhält sieben Karten und teilt sie in ein Fünf-Karten-Blatt und ein Zwei-Karten-Blatt auf, mit einer harten Regel: Das Fünf-Karten-Blatt muss nach Poker-Rangfolge stets höher sein als das Zwei-Karten-Blatt. Um die Runde klar zu gewinnen, müssen beide Blätter des Spielers die entsprechenden Blätter des Dealers (bzw. des Bankhalters) schlagen — Fünf gegen Fünf, Zwei gegen Zwei. Gewinnen Sie beide, wird der Einsatz zu gleichen Teilen ausgezahlt, abzüglich 5 % Kommission auf den Gewinn; verlieren Sie beide, ist der gesamte Einsatz weg.

Das Unentschieden und die Copy-Regel, die dem Haus nützt

Gewinnt ein Spieler ein Blatt und verliert das andere, endet die Runde unentschieden — bei dieser Wette wechselt kein Geld den Besitzer, und genau dieser Mechanismus hält den Hausvorteil im Vergleich zu anderen Tischspielen so niedrig. Gleichstände heißen "Copies", und eine Copy geht an den Bankhalter statt als echtes Unentschieden zu zählen: Hat das Fünf-Karten-Blatt eines Spielers exakt denselben Rang wie das des Bankhalters, gewinnt der Bankhalter dieses Blatt. Diese eine Regel ist die Hauptquelle des Hausvorteils bei Pai Gow Poker, denn sie verwandelt ein sonst neutrales Ergebnis in etwa der Hälfte der Fälle in eine Niederlage für den Spieler.

Warum der Bankhalterplatz zählt: von 2,84 % auf rund 1,42 %

Vor jeder Runde bietet der Dealer den sitzenden Spielern an, die Bank zu übernehmen, und diesen Platz anzunehmen ist der größte Hebel im ganzen Spiel: Auf Spielerseite liegt der Hausvorteil bei etwa 2,84 %, ein Spieler als Bankhalter steht dagegen eher bei 1,42 %, weil die Copy-Regel, die dem normalen Spieler schadet, nun gegen jedes andere Blatt am Tisch für ihn arbeitet. Als Bankhalter zu agieren erfordert genügend Bankroll, um die Einsätze der übrigen Spieler zu decken, und folgt der "House Way" des Casinos beim Setzen des eigenen Blattes — doch der Unterschied im Vorteil ist so groß, dass sich der Platz immer lohnt, wenn er angeboten wird und die Bankroll es zulässt.

Die zentralen Entscheidungen beim Setzen des Blattes

Ohne jedes Paar lautet der Standardansatz: die höchste Einzelkarte ins Fünf-Karten-Blatt und die beiden nächsthöchsten Karten ins Zwei-Karten-Blatt — so bleibt die Chance maximal, dass das schwächere Blatt ein schwaches Zwei-Karten-Blatt des Dealers dennoch schlägt. Mit genau einem Paar gehört das Paar ins Fünf-Karten-Blatt, und die beiden nächsthöchsten verbliebenen Karten bilden das Zwei-Karten-Blatt. Schwieriger wird es bei zwei Paaren, wo die Wahl zwischen je einem Paar pro Blatt und beiden Paaren im Fünf-Karten-Blatt von der Stärke der Paare abhängt, sowie bei starken Fünf-Karten-Blättern wie Straße oder Flush, bei denen das Aufbrechen dieses Blattes zugunsten eines stärkeren Zwei-Karten-Blattes manchmal besser ist, als es intakt zu lassen — genau hier weichen die "House Way"-Tabellen der Casinos und die Strategietabellen der Spieler am häufigsten voneinander ab, und genau hier wirkt sich das Studium einer Strategietabelle vor dem Spiel am deutlichsten auf das Ergebnis aus.

Wetten soll Unterhaltung sein, niemals ein Weg, Geld zu verdienen. Setze dir Limits und hole dir hier Hilfe.

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